Festival Alte Musik Knechtsteden – auch bei uns erhältlich!

Festival Alte Musik Knechtsteden - auch bei uns erhältlich!

Liebe Mitglieder,

in diesem Jahr können wir Ihnen wieder vereinzelte Konzerte des Festivals Alte Musik Knechtsteden anbieten. Bereits 1992 wurde das Festival vom noch heute aktiven künstlerischen Leiter Herrmann Max begründet und macht damit seit 30 Jahren in der zweiten Septemberhälfte die Klosterbasilika Knechtsteden in Dormagen zu einer internationalen Bühne der alten Musik.

Das diesjährige Festival steht unter dem Motto »Verborgene Wirklichkeiten« und Hermann Max und sein Festivalteam haben ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt, welches zeigt, dass alte Musik sich am Puls der Zeit bewegt. Und auch über alte Musik lässt sich im 21. Jahrhundert noch viel dazu lernen, meint zumindest Hermann Max, der auch in Zukunft sein Festival nutzen möchte, um dem Publikum wissenswerte Zusammenhänge aufzuzeigen, ganz getreu einem angepassten Leitsatz: Man hört nur, was man weiß.


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Eröffnungskonzert

Kloster Knechtsteden Dormagen

ERÖFFNUNGSKONZERT

Telemann in Paris

Ein Lully wird gerühmt, Corelli lässt sich loben; nur Telemann ist übers Lob erhoben. So rühmt 1740 der Musikschriftsteller Johann Mattheson in seiner Ehrenpforte den berühmten Hamburger Musikdirektor, der während seines fast einjährigen Aufenthaltes in Paris Triumphe feiert, und zwar mit seinem perfekt im französischen Stil der Zeit vertonten 71. Psalm Deus judicium tuum, den er in den dortigen Concerts spirituels aufführt. 50 Jahre nach Lullys Tod wird dessen Miserere während Telemanns Paris-Besuch immer noch aufgeführt. Ludwig XIV hatte Lullys Ausprägung der französischen Musik gefördert, weil sie zur Tanzbegeisterung der Epoche beitrug. Für geraume Zeit gelten seine Werke als „die Musik” und überall werden nun Suiten komponiert, die mit einer französischen Ouverturebeginnen – wie bei Bach.

Konzert mit Pause. Ende ca. 22:00 Uhr.

Preise:
SitzKategorie - 1 - 28,00 €
SitzKategorie - 2 - 22,00 €


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Dixit Dominus

Kloster Knechtsteden Dormagen

DIXIT DOMINUS

Händel in Rom

Ob in Italien, Hamburg, Hannover oder London – überall hat Händel als Diplomat, Entertainer, Geschäftsmann und Musiker Erfolg. Misserfolge und sonstige Wechselfälle steht er mit großer Energie durch. Jedenfalls legt er eine vorbildliche Erfolgsstrategie an den Tag, indem er fremden mit eigenem Stil verbindet.
Mit seinem Jugendwerk DixitDominus bringt Händel später eine perfekte Visitenkarte für seine Arbeit in der englischen Musikszene mit. Das Glanzstück des 22 Jahre alten weltoffenen Italienbesuchers wird immer und überall bestaunt. Reminiszenzen an die kontrapunktische Kompositionsweise deutscher Kantoren weist das Dixit sicher auf. Doch ist in seinem „Wurf” vor allem die Bedeutung eines prächtigen und schönen Chorklanges zukunftweisend.
Scarlattis Messa di S. Cecilia ist modern durch ihren freien wie konzertierendem Stil. Händel kann während seines Italienaufenthaltes den älteren Kollegen als Gleichgesinnten getroffen und bewundert haben. Möglich ist, dass der von 1703 bis 1708 vorwiegend in Rom lebende Scarlatti die Uraufführung des Dixit im Juli 1707 gehört hat.
Steffani ist in ganz Europa bestens vernetzter Diplomat, Theologe und Komponist.
Sein Stabat Mater ist ein „Wurf” wie Händels Dixit. Allerdings steht es nicht am Beginn seiner Laufbahn, sondern an deren Ende und offenbart einen Tondichter, der die schmerzliche Klage der Jesus-Mutter beim Anblick ihres sterbenden Sohnes mit alten wie neuen Stilmitteln bewegend erzählt.

Konzert mit Pause. Ende ca. 22:00 Uhr.

Preise:
SitzKategorie - 1 - 28,00 €
SitzKategorie - 2 - 22,00 €
SitzKategorie - 3 - 14,50 €

Termin: 20.09.2022 20:00


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Von Orlando Di Lasso

Kloster Knechtsteden Dormagen

VON ORLANDO DI LASSO

In die Gegenwart – Wie hat sich Komponieren geändert?

Im 16. Jahrhundert ist Musik eine Wissenschaft, die neben Arithmetik, Geometrie und Astronomie zum Quadrivium der Artes liberales gehört. Musikalische Formen, Kontrapunkt-Kunststücke und die „Vertonung” menschlicher Emotionen bedürfen wissenschaftlicher Arbeitsschritte.
Klarheit von Formen und Beachtung kompositorischer Grundregeln verlieren im Laufe der Jahre an Bedeutung, weil die Komponisten nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten suchen. Das betrifft bereits die Werke von Monteverdi, Schütz, Schein und Telemann. Deren nicht etwa theorietrockene Werke faszinieren heute wie ehedem, weil sie darin fesselnde Geschichten mitteilen. Komponisten sind von Erzählungen inspiriert und vertonen sie anhand der Findekunst (Ars inveniendi). Das trifft auch auf die „alten” Komponisten dieses Programms zu. Deren Zeitgenossen suchen – was auch wir tun sollten – nach den verborgenen Wirklichkeiten und erkennen, was beschrieben wird.
Und heute? Das Festival Alte Musik Knechtsteden hat einer Studentin und Studenten der Klassen von Prof. José María Sánchez-Verdú (Musikhochschule Düsseldorf) und Prof. Miroslav Srnka (Musikhochschule Köln) Kompositionsaufträge erteilt, die in diesem Konzert uraufgeführt werden. Enthält auch zeitgenössische Musik verborgene Wirklichkeiten? Antworten dazu gibt die Musik selbst, wenn alte und neue Textvertonungen nacheinander erklingen, wenn also der Tukan von Claudio Huerta Honores gleich nach der Nachtigall von Telemann erklingt.Woher nimmt ein Komponist 250 Jahre nach Bach Ideen für ein Werk? Geht er ganz anders vor als frühere Komponisten? Lassen Alte und Neue Musik vergleichbare Interpretationsfreiheiten zu?
In dem Gesprächskonzert suchen Publikum und Musiker*innen nach Antworten.

19:00 Einführungsgespräch in der Klosterbibliothek
Konzert mit Pause. Ende ca. 22:00 Uhr.

Preise:
SitzKategorie - 1 - 22,00 €
SitzKategorie - 2 - 18,00 €

Termin: 21.09.2022 20:00


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Gregorianische Nacht

Kloster Knechtsteden Dormagen

GREGORIANISCHE NACHT

Von Dichtern und Musiktheoretikern seiner Zeit wird er in höchsten Tönen gelobt, bis heute gilt er als größter Kontrapunktiker vor Bach: Johannes Ockeghem war als Musiker wie als Mensch offenbar eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Perle der Musik wurde er genannt, Blume der Musiker, und in den 1470er Jahren schreibt Francesco Florio über ihn: Fürwahr, man kommt nicht umhin, diesen Mann zu schätzen, so anziehend ist die Schönheit seiner Person, so bemerkenswert der Ernst seiner Rede und Moral, seine Liebenswürdigkeit. Allein er unter allen Sängern ist frei von Fehlern und reich an Tugend im Überfluss. Neben Gilles Binchois und Josquin Desprez ist Ockeghem die zentrale Figur unter den sogenannten „Niederländern”, der franko-flämischen Schule der Renaissance. Deren polyphonen Stil entwickelte er nach allen Richtungen hin und weist damit den nachfolgenden Generationen den Weg zu jener klassischen Vokalpolyphonie, die über mehr als ein Jahrhundert die europäische Kompositionsgeschichte prägen sollte.
Das estnische Vokalensemble Heinavanker stellt den Kompositionen alte Runenlieder aus ihrer Heimat gegenüber.
Konzert ohne Pause. Ende ca. 21:30 Uhr

Preise:
SitzKategorie - 1 - 22,00 €
SitzKategorie - 2 - 18,00 €

Termin: 23.09.2022 20:00


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Bach

Kloster Knechtsteden Dormagen

BACH

im 19.Jahrhundert

Brahms setzt sich als Sammler, Herausgeber und Interpret mit Alter Musik auseinander, was in seiner Motette Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen unüberhörbar ist. Bei der Neubelebung Alter Musik im 19. Jh. gibt es zwei Lager – Wagnerianer und Brahmsianer. Die Letzteren wollen zu etwas Originalem zurückfinden, was sich später als zukunftweisende Richtung herausstellt. Kompositionen Bachs stehen an der Spitze jener Werke des 17. und 18. Jahrhunderts, die Brahms aufgeführt hat. Als Tasteninstrument kommt für ihn der Konzertflügel seiner Zeit in Frage. Nachweislich hat sich Brahms mit dem Doppelkonzert C-Dur beschäftigt. Den Sommer 1858 verbringt er zusammen mit Clara Schumann im Hause des Göttinger Musikdirektors Julius Grimm, bei dem er in Aufführungen Bachscher Werke als Organist und im Doppel- und Tripelkonzert Bachs als Pianist mitspielt. In Hamburg führt er 1861 das Doppelkonzert zusammen mit Clara Schumann auf.
Der Herzogenberg kann mehr als wir alle zusammen, sagt Brahms über seinen Freund Heinrich von Herzogenberg und schätzt den künstlerischen Sachverstand des Freundes, der, 1843 in Graz geboren, in Wien studiert, ab 1872 in Leipzig wirkt und zusammen mit Philipp Spitta den bis heute bestehenden Bach-Verein gründet.
Wilhelm Wilms – 1772 in Witzhelden geboren und 1847 in Amsterdam gestorben – gehört zu den in den letzten Jahren wiederentdeckten Komponisten. Als Zwanzigjähriger geht er nach Amsterdam und entwickelt unter den dortigen Einflüssen eine eigenwillige musikalische Ausdrucksweise. Seine Sinfonien belegen das und halten dem Vergleich mit denen Beethovens stand. Es ist an der Zeit, 250 Jahre nach seiner Geburt an ihn durch Vergleich mit Werken der ihm nachfolgenden Komponistengeneration – Brahms und Herzogenberg – zu erinnern. Seine 1835 entstandenen Drei geistlichen Lieder für Bass und großes Orchester sind eine neuzeitliche Erstaufführung und belegen erneut die bemerkenswerte Individualität seiner Musik-Sprache.

Konzert mit Pause, Ende ca. 22:00 Uhr

Preise:
SitzKategorie - 1 - 28,00 €
SitzKategorie - 2 - 22,00 €
SitzKategorie - 3 - 14,50 €

Termin: 24.09.2022 20:00


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Düsseldorfer Volksbühne e. V.
Wettinerstraße 13, 40547 Düsseldorf, Telefon 0211 – 55 25 68
www.kulturamrhein.de, info@kulturamrhein.de

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